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Die ADFC-Landesvorsitzende Gudrun Zühlke überreicht Peter Wewerka (li.) und Martin Mücke (re.) von Advantest das Zertfikat "fahrradfreundlicher Arbeitgeber". © ADFC/Advantest

Fahrradfreundlicher Arbeitgeber: ADFC zeichnet Advantest Europe aus

 

Für ihre fahrradfreundliche Unternehmenskultur erhält die Firma Advantest Europe das Silber-Zertifikat „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ – eine Initiative des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der EU.

 

Rauf aufs Rad heißt es bei immer mehr Unternehmen im Land – zum Beispiel bei der Advantest Europe GmbH, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) kürzlich als „fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet wurde. Seit 2017 unterstützt der ADFC Unternehmen dabei, fahrradfreundlicher zu werden und Mitarbeiter*innen den Arbeitsweg per Rad zu erleichtern. Dafür vergibt der Verband das drei Jahre gültige EU-Zertifikat „fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in drei Abstufungen (Bronze, Silber, Gold). Advantest Europe, führender Hersteller von automatischen Halbleiter-Test- und Messgeräten, hat auf Anhieb das Silber-Zertifikat für die Standorte Böblingen mit über 600 und Amerang mit rund 160 Mitarbeiter*innen erhalten.

Gelebte und geförderte Fahrradkultur

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Peter Wewerka, Advantest-Managing Director und CEO bei  Zertifikatübergabe durch die Landesvorsitzende des ADFC Baden-Württemberg, Gudrun Zühlke. „Mit der Förderung der betrieblichen Fahrradkultur und -mobilität soll ein Beitrag zur Gesundheitsförderung unserer Belegschaft einerseits, aber auch zum aktiven Umweltschutz andererseits geleistet werden. Wir haben erkannt, dass eine gelebte und geförderte Fahrradkultur durchaus ein wesentlicher Punkt bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter ist“, fügt er hinzu. Für Zühlke ist ein weiterer Aspekt wichtig: „Das Schöne am Pendeln mit dem Fahrrad ist, dass nicht nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer davon profitieren, sondern auch die Anwohner von Lärm und Abgasen entlastet werden.“

Motivation durch Aktionen und Unterstützung

Advantest fördert das Radfahren zum Arbeitsplatz durch Aktivitäten in vielen Bereichen: Bei der jährlichen Aktion „Fit ohne Sprit“ tragen die radfahrenden Mitarbeiter*innen ihre täglich gefahrenen Kilometer von und zur Arbeit auf der Intranetseite ein. Jeder zurückgelegte Kilometer wird mit einem bestimmten Betrag honoriert und nach Ablauf der Aktion in eine Spende umgewandelt. Jahr für Jahr werden so mehrere tausend Euro für wohltätige Zwecke „erstrampelt“. Zudem bietet Advantest seinen Mitarbeiter*innen mit dem Fahrradleasingprogramm „JobRad“ finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung eines Fahrrades an. Das Unternehmen übernimmt auch die Versicherung und die Jahresinspektion der geleasten Räder. Am Standort Böblingen wurden zusätzliche Duschen installiert und Räume zum Umziehen und Trocknen ausgebaut. Die barrierefreien, überdachten Fahrradabstellanlagen liegen direkt an den Personaleingängen und bieten ausreichend Abstellplätze. An beiden Standorten stehen Radfahrer*innen Serviceboxen mit Spezialwerkzeug, Reparaturmaterial und Luftpumpen sowie Lademöglichkeiten für Pedelec-Akkus zur Verfügung. Sowohl in Böblingen als auch in Amerang besteht eine gute Anbindung an das öffentliche Radverkehrsnetz, das die Beschäftigten einlädt, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

Weitere Infos:
www.adfc.de/artikel/fahrradfreundlicher-arbeitgeber
www.adfc-bw.de/landesverband/bike2business/zertifizierung/fahrradfreundliche-arbeitgeber/

 


https://freiburg.adfc.de/pressemitteilung/fahrradfreundlicher-arbeitgeber-adfc-zeichnet-advantest-europe-aus

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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