Schneider und Mattner führen ADFC-Bundesgeschäftsstelle als Doppelspitze

 

Mit Ann-Kathrin Schneider bekommt der ADFC eine neue Bundesgeschäftsführerin. Sie wird zusammen mit Maren Mattner ab dem 1. August 2021 die erste weibliche Doppelspitze der ADFC-Bundesgeschäftsstelle bilden.

 

ADFC | Geschäftsführerin Anne-Kathrin Schneider am 10. Juni 2021 in Berlin
ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider © ADFC/Deckbar

Die ADFC-Bundesgeschäftsstelle erhält eine neue Führung: Ann-Kathrin Schneider tritt am 1. August 2021 ihre neue Stellung an und wird zusammen mit Maren Mattner das Leitungsteam bilden. Schneider übernimmt die Bereiche Politik und Kommunikation, während Mattner den touristischen und kaufmännischen Bereich verantwortet.

Ann-Kathrin Schneider kommt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wo sie zuletzt als Leiterin Internationale Klimapolitik tätig war. Beim ADFC will Ann-Kathrin Schneider die Rolle des Fahrrads in der Klimadebatte neu akzentuieren – und sich mit aller Kraft für lebenswerte Städte einsetzen, in denen auch Kinder sicher Fahrrad fahren können.

Paris als Schlüsselerlebnis

Ann-Kathrin Schneider sagt: „Ein Schlüsselerlebnis für mich waren meine Reisen nach Paris. In dieser sich kraftvoll vom Autoverkehr befreienden Stadt wurde plötzlich mit Händen greifbar, was passieren muss, damit die sonst abstrakten Klimaziele Wirklichkeit werden: Die Städte müssen sich verändern! Und zwar fundamental und im hohen Tempo. Deutschland liegt hier furchtbar weit zurück – das merke ich täglich, wenn ich mit meinen Kindern versuche, sicher auf dem Rad durch die Stadt zu kommen. Es ist ohne Schweißausbrüche fast nicht möglich. Das muss sich ändern – und wir beim ADFC schieben das jetzt an!“    

Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Fokus

Der Fokus der Politikwissenschaftlerin Ann-Kathrin Schneider liegt klar auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Sie setzt auf die Kraft der politischen Analyse und den Druck von der Straße für eine lebenswerte, gerechte und klimafreundliche Zukunft. Kampagnen, Kooperationen und Bündnisse, auch über Deutschlands Grenzen hinweg, sind für sie zentrale Instrumente um das Fahrradland Deutschland Realität werden zu lassen.

Ann-Kathrin Schneider war zuletzt Leiterin Internationale Klimapolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und hat den BUND im internationalen Netzwerk Friends of the Earth vertreten. Vor dem BUND arbeitete Ann-Kathrin Schneider in einer Klimaschutz-Kampagne für Oxfam Deutschland und war mehrere Jahre als Direktorin für den Bereich Südasien bei der Gewässerschutz-Organisation International Rivers tätig.

Klima- und Politikexpertin für starke Kampagnen

„Der ADFC-Bundesvorstand ist sehr glücklich, mit Ann-Kathrin Schneider eine ausgemachte Klima- und Politikexpertin gewonnen zu haben, die noch dazu bestens international vernetzt ist. Dass die ADFC-Bundesgeschäftsstelle jetzt mit einer weiblichen Doppelspitze antritt, ist außerdem ein toller Beitrag zur Diversifizierung der eher männlichen Verkehrspolitik. Wir freuen uns auf eine neue Ära beim ADFC mit starken politischen Kampagnen“, sagt der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg.

 


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Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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