Radschnellwege für die Regio

 

Freiburg und Umgebung sollen mit Radschnellwegen enger verknüpft werden. Die Bürgerbeteiligungen sind im vollen Gange – ein Zwischenbericht.

 

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Sicher Direkt Schnell, Radschellwege © Björn Haake, ADFC, Freiburg

Vom 13. bis 15. Juli fanden Vor-Ort Termine zum Radschnellweg RS6 in Denzlingen, Emmendingen, Gundelfingen und Waldkirch statt. In Waldkirch war  Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Herrmann  zugegen. Bei allen Veranstaltungen waren Vertretungen des ADFC Freiburg/Emmendingen/Breisgau-Hochschwarwald dabei.

Herrmann stellte in seiner Begrüßungsrede das Dilemma dar. "Alle wollen immer das Optimum haben – aber so werden wir nie fertig. Man muss kompromissbereit sein und an einzelnen Stellen auch mal andere Lösungen mittragen oder akzeptieren, dass es Stellen gibt, die kurzzeitig vielleicht zu eng sind."

Der Appell des Ministers: Hauptsache, man kann möglichst schnell viele Teile des Radschnellweges fertigstellen. Deswegen plädiert Herrmann auch dafür, keine Vorschläge zu machen, die das Verfahren verlängern. "Lassen Sie uns lieber schauen, dass wir Teile der Radschnellverbindungen schneller fertig stellen. Wenn wir an einer Stelle einen Abschnitt zwei fertigstellen können, aber Abschnitt eins und drei noch fehlen haben wir trotzdem vielleicht schon fünf Kilometer Strecke im Abschnitt zwei." Der Minister gibt sich pragmatisch und verweist an den Haltepunkten bei allzu hitzigen Diskussionen nochmals darauf, dass man auch kompromissbereit sein muss.

Der ADFC Freiburg hat bereits im Vorfeld zahlreiche Eingaben gemacht. Bei den Lokalterminen wurde nochmal deutlich, welche Trassen weniger oder mehr Sinn machen. In Denzlingen zum Beispiel ist die Führung R2/W2 unbefriedigend, da zu viele Verschwenkungen und auch zwei Ampelanlagen notwendig wären.

Bei Waldkirch ist man sich im Prinzip bis kurz vor die Stadtgrenze – von Suggental kommend – einig. Der am Mittwoch abgefahrene Weg ging dann aber zunächst an der L186 Richtung Sexau/Emmendingen bis zum Kreisverkehr bei Buchholz, danach in die St. Margareten-Straße. Gegenvorschlag wäre die Freiburger Straße, da dies eine direktere Verbindung ist. Hier gibt es allerdings das Problem des starken Auto- und Schwerlastverkehrs (Industriegebiet!) sowie die zahlreichen Ampeln.

Wieder ein Beispiel dafür, dass eine optimale Lösung nicht existiert. Anhand eines Kriterienkatalogs, der sämtliche Faktoren wie Kreuzungsfreiheit, Lärmfaktor, Versiegelungen und vieles andere enthält werden nun die Hauptvarianten ausgewählt. Dies soll bis Ende des Jahres erledigt sein.

Weitere Infos gibt es auf breisgau-y.de

 

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https://freiburg.adfc.de/neuigkeit/radschnellwege-fuer-die-regio

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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